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Ein neuer Mitarbeiter, fünf Logins, drei Tage Warten: Onboarding richtig vorbereiten

Ein guter erster Arbeitstag beginnt mit klaren Rollen, passenden Lizenzen und einem getesteten Arbeitsplatz, nicht mit fremden Zugangsdaten.

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Edin Kovacevic
3 min read
Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft von shinpo IT
Vorbereiteter Arbeitsplatz mit Laptop, Zugangskarte und abgestimmten Benutzerrechten.

Der erste Arbeitstag beginnt freundlich. Der Schreibtisch ist frei, die Kollegen sind da, der Rechner startet. Nur die Anmeldung funktioniert noch nicht. Für die Fachanwendung fehlt eine Lizenz, auf den Projektordner gibt es keinen Zugriff, und beim Telefon weiß niemand, welche Nummer vorgesehen war. Also wird erst einmal zugeschaut. Oder mit dem Konto eines Kollegen gearbeitet.

Beides ist vermeidbar. Gutes IT-Onboarding beginnt nicht am Montag um neun, sondern mit einer vollständigen Information vor dem Eintritt. Der eigentliche Aufwand entsteht selten beim Anlegen eines einzelnen Kontos. Er entsteht dort, wo niemand entschieden hat, was die neue Person benötigt.

Zuerst die Rolle, dann die Berechtigungen

„Bitte alles wie bei Frau Müller“ klingt praktisch. Es ist aber keine saubere Beschreibung einer Aufgabe. Frau Müller hat vielleicht über Jahre zusätzliche Rechte gesammelt, vertritt gelegentlich die Buchhaltung oder betreut ein Sonderprojekt. Wer ihr Profil ungeprüft kopiert, übernimmt diese Geschichte gleich mit.

Besser ist eine einfache Rollenübersicht. Welche Anwendungen braucht das Sekretariat? Welche Ordner gehören zur Sachbearbeitung? Wer darf Rechnungen freigeben, externe Dateien teilen oder auf Personalunterlagen zugreifen? Standardrechte werden je Rolle festgelegt, zusätzliche Rechte separat genehmigt.

Das muss kein umfangreiches Organisationsprojekt werden. Für einen kleinen Betrieb reicht oft eine verständliche Liste der vorhandenen Funktionen. Wichtig ist, dass eine fachlich zuständige Person die Auswahl bestätigt. Die IT sollte nicht erraten müssen, welche Mandate oder Geschäftsdaten jemand sehen darf.

Ein vollständiger Auftrag spart Rückfragen

Für einen vorbereiteten Arbeitsplatz braucht es mehr als Name und Eintrittsdatum. Zum Auftrag gehören die gewünschte Schreibweise, Abteilung, Führungskraft, Arbeitsort, benötigte Geräte und Anwendungen. Dazu kommen gemeinsame Postfächer, Gruppen, Drucker, Telefonie und gegebenenfalls Fernzugriff. Auch ein befristeter Einsatz sollte als solcher erkennbar sein.

Eine Person sammelt diese Angaben und gibt sie rechtzeitig weiter. Personalverantwortliche kennen den Eintritt, der Fachbereich die Aufgaben, die IT die technischen Voraussetzungen. Wenn jeder davon ausgeht, dass jemand anders den letzten Schritt übernimmt, fehlt am Ende genau dieser Schritt.

Legen Sie deshalb auch fest, bis wann Änderungen gemeldet werden müssen. Eine kurzfristig bestellte Spezialsoftware kann den Start genauso verzögern wie ein fehlendes Notebook.

Konto, Lizenz und Arbeitsplatz sind getrennte Dinge

Ein vorhandener Benutzer bedeutet noch nicht, dass alle Dienste nutzbar sind. In Microsoft 365 werden Benutzer angelegt und benötigte Lizenzen zugewiesen. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von den zugewiesenen Produkten und Diensten ab. Microsoft beschreibt Benutzeranlage und Lizenzzuweisung hier.

Daneben braucht es ein eingerichtetes Gerät: unterstütztes Betriebssystem, aktuelle Updates, Geräteschutz, Verschlüsselung und die vorgesehenen Anwendungen. Bei einem vorhandenen Notebook wird nicht einfach der Name des Vorgängers geändert. Alte Daten und Zugänge müssen nach einem geordneten Übergabeprozess behandelt werden, bevor das Gerät neu eingesetzt wird.

Auch Zubehör gehört zur Vorbereitung. Ein getestetes Headset und ein passender Bildschirmanschluss sind am ersten Tag hilfreicher als eine perfekte Bestellliste, deren Lieferung noch unterwegs ist.

Die erste Anmeldung ist Teil der Übergabe

Der neue Mitarbeiter sollte sein eigenes Konto verwenden, nicht vorübergehend ein fremdes. Die Einrichtung der Mehrfaktor-Anmeldung oder eines passenden Passkeys erfolgt begleitet. Dabei wird auch geklärt, welches Gerät oder welcher Sicherheitsschlüssel dafür vorgesehen ist und wie bei Verlust Hilfe angefordert wird.

Zugangsinformationen werden über einen vereinbarten sicheren Weg übergeben. Ein dauerhaftes Passwort in einer Gruppenmail ist keine gute Abkürzung. Ebenso wenig sollte die Anmeldung vom privaten Telefon eines Administrators abhängen, nur weil es bei der Vorbereitung gerade verfügbar war.

Zur Übergabe gehört eine kurze Orientierung: Wo liegen gemeinsame Daten? Was gehört nicht in die persönliche Ablage? Wer hilft bei einer verdächtigen E-Mail oder einem gesperrten Zugang? Diese Fragen sollten beantwortet sein, bevor der erste Zeitdruck entsteht.

Fertig ist der Arbeitsplatz erst nach einem Arbeitstest

Eine Checkliste mit grünen Haken ist nützlich. Entscheidend bleibt, ob der tatsächliche Arbeitsablauf funktioniert. Dafür reicht zunächst ein kurzer Test mit der neuen Person:

Unnötige Rechte sollten dabei genauso auffallen wie fehlende. Nach einigen Arbeitstagen folgt ein kurzer Abgleich: Was fehlt tatsächlich, was wurde vorsichtshalber vergeben und wird nicht gebraucht?

Fazit

Gutes Onboarding ist keine Frage der Unternehmensgröße. Es braucht rechtzeitige Informationen, klare Rollen und einen überprüften Arbeitsplatz. Dann verbringt ein neuer Mitarbeiter seine ersten Tage mit der eigentlichen Aufgabe, nicht mit der Suche nach Zugängen. Und die IT muss aus einem vorhersehbaren Termin keinen Notfalleinsatz machen.

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Edin Kovacevic

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